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Warum TORWEGGE-Produkte „made in Germany“ sind

Räder, Rollen, Förder- und Handhabungstechnik aus dem Hause TORWEGGE werden überwiegend am Unternehmenshauptsitz in Bielefeld montiert. Damit tragen unsere Produkte in der Regel das Attribut „made in Germany“. Für uns ist dies nicht nur ein Qualitätsversprechen. In Deutschland zu produzieren, bringt weitere Vorteile. Es fördert den Kundenservice, ist ein Zeichen für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln und ist auch wirtschaftlich vorteilhaft.

14.05.2021
von Thorsten Burgard
Lesezeit: ca. 5 Min.

 

Was ursprünglich als Warnsiegel gedacht war, steht heute für Qualität: „Made in Germany“ kennzeichnet weltweit hochwertige Ware. Die Briten haben das Label 1887 eingeführt, weil ein deutscher Messerhersteller die Produkte eines britischen Unternehmens nachmachte, jedoch anstelle von handgearbeiteten, gusseisernen Messern billige Massenware fertigte. Aus Angst vor der Konkurrenz entschied die Regierung, die Messer mit „made in Germany“ zu beschriften und Käufer damit auf die schlechte Qualität aufmerksam zu machen. Allerdings wurden deutsche Produkte aus sämtlichen Branchen schnell besser, sodass das Label schon Ende des 19. Jahrhunderts ein Hinweis auf Qualität war. Seither genießen Waren aus Deutschland einen guten Ruf.

Definition von „made in Germany“

Um als „made in Germany“ zu gelten, muss ein Produkt jedoch keineswegs ausschließlich aus Einzelteilen deutscher Herkunft bestehen und komplett in Deutschland gefertigt werden. Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart aus dem Jahr 1985 genügt es, wenn „die Leistungen in Deutschland erbracht worden sind, die für jene Eigenschaft der Ware ausschlaggebend sind, die für die Wertschätzung des Verkehrs im Vordergrund stehen.“ Dies ist der Fall, wenn die Herstellung, der Zusammenbau oder die Veredelung maßgeblich hierzulande erfolgen.

Sprich: Alle Räder, Rollen, Förder- und Handhabungstechniklösungen, die wir bei TORWEGGE in Bielefeld zusammenbauen, sind per Definition „made in Germany“. Selbst dann, wenn wir einzelne Teile aus anderen Ländern zukaufen.

„made in Germany“ – mehr als ein Qualitätssiegel

Für uns ist „made in Germany“ mehr als ein Qualitätssiegel, das wir zu Marketingzwecken verwenden. Zwar haben Verbraucher weltweit laut des so genannten Made-In-Country-Index in deutsche Waren das meiste Vertrauen. Sie verbinden mit Produkten aus unserem Land hohe Qualität, fortschrittliche Technologien, hohe Sicherheitsstandards, exzellentes Design und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch die Schweiz, Großbritannien und Schweden schneiden im Ranking gut ab, während Bangladesch, China und Iran die Schlusslichter bilden.

Allerdings bescheinigt uns „made in Germany“ nicht nur ein Plus an Qualität. Es gibt noch weitere Gründe, die dafürsprechen, einen wesentlichen Teil der Fertigungsschritte im eigenen Land zu erbringen.

Guter Kundenservice dank „made in Germany“

Unsere Kunden kommen überwiegend aus Deutschland, viele auch aus den Nachbarländern. Die geografische Nähe unserer Fertigungsstätte zu unserem Kernmarkt ermöglicht es uns, unseren Kunden in vielerlei Hinsicht einen besseren Service zu bieten, als dies mit der Montage im Ausland möglich wäre. Je weiter der Produktionsstandort vom Markt entfernt ist, desto schwieriger ist ein guter Kundenservice.

  • Kürzere Lieferzeiten: Wer in Deutschland fertigt und verkauft, hält Transportwege und den Managementaufwand gering. Kunden profitieren dadurch von schnellen Produktverfügbarkeiten.
  • Kundenbindung: Wir nutzen unseren Standort in Deutschland auch als Beratungsstelle. Wer möchte, kann sich dort die Abläufe in Produktion und Montage ansehen. Viele Besucher haben dieses Angebot bereits in Anspruch genommen. Im Ergebnis stärkt dies in der Regel das Vertrauen in uns als Lieferant.

Verantwortungsvolle Produktion „made in Germany“

Wer in Deutschland produziert, muss sich an die hiesigen Regeln halten. Was für manche eine lästige Pflicht ist, begreifen wir als Chance. Bei TORWEGGE legen wir großen Wert darauf, fair zu produzieren. Arbeitskräfte für Hungerlöhne schuften zu lassen, gesundheitsschädigende Materialien zu verwenden oder Mitarbeitende bei der Arbeit einem Unfall- oder Verletzungsrisiko auszusetzen, kommt für uns nicht infrage. „Made in Germany“ ist für uns daher auch ein Beleg dafür, dass wir als Arbeitgeber und Produktionsbetrieb unsere Verantwortung gegenüber unseren Beschäftigten und der Gesellschaft wahrnehmen.

  • Gute Arbeitsbedingungen: Arbeitnehmer werden hierzulande besonders geschützt. Sicherheit am Arbeitsplatz, faire Bezahlung, Urlaubsanspruch, Kündigungsschutz im Krankheitsfall – dies und noch viel mehr müssen Arbeitgeber in Deutschland gewährleisten. Die Folge sind bessere Arbeitsbedingungen als in vielen anderen Ländern in dieser Welt.
  • Dokumentationspflicht: Wer in Deutschland beziehungsweise in der EU produziert, muss die Lieferkette und die Bestandteile der Waren streng dokumentieren. Für Verbraucher hat dies den Vorteil, dass die Herkunft der hier gefertigten Waren und ihrer Einzelteile komplett zurückverfolgt werden kann. Sie können sehen, was woher kommt und welche Materialien enthalten sind. Vor dem Hintergrund des sich in der Gesellschaft immer mehr durchsetzende Nachhaltigkeitsgedanken kommt dem eine große Bedeutung zu.

Wirtschaftliche Vorteile durch „made in Germany“

Natürlich profitieren wir auch als Unternehmen wirtschaftlich davon, dass unsere Produkte „made in Germany“ sind.

  • Kostensenkung: Da die Fertigungskosten (Löhne, Produktivität, Energiekosten und Wechselkurse) einer Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group zufolge nur mit elf Prozent zu Buche schlagen, ist das Einsparpotenzial durch die Produktion im Ausland relativ gering – zumal auch in den vermeintlichen „Billiglohnländern“ die Personalkosten steigen. Wer allerdings in Deutschland fertigt, verringert seine Ausgaben für Logistik- und Transport, Management sowie gegebenenfalls Zölle.
  • Produktionssicherheit: Seit einem Jahr führt uns die Corona-Pandemie vor Augen, dass „made in Germany“ aufgrund der geringeren Abhängigkeit von ausländischen Zulieferern Produktionssicherheit bringt. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer beobachtet bereits seit einigen Jahren eine Entwicklung zur Rückholung von Produktionsstandorten nach Deutschland und führt dies genau auf diesen Faktor zurück.
  • Fachkräfte: In Deutschland können wir auf gut ausgebildetes Personal zurückgreifen. Das Niveau von Lehre und Weiterbildung hierzulande ist besser als in vielen anderen Ländern dieser Welt. Wer wie TORWEGGE seine Fachkräfte selbst ausbildet, ist diesbezüglich am besten aufgestellt.