Segment Theater-, Bühnen- und Entsorgungstechnik: "Ich bin angekommen"

Im August 2018 hat Monika Busch die neu geschaffenen Sparte für Theater- und Bühnentechnik sowie Entsorgungstechnik bei TORWEGGE übernommen. Im Interview spricht sie über ihren Unternehmensbereich, die Entwicklung der Branche und darüber, wie unsere Kunden von ihrer knapp 30-jährigen Erfahrung profitieren.

Vanessa Dumke
26.06.20
Lesezeit 5 Min.

 

Frau Busch, Sie sind nun seit 22 Monaten bei TORWEGGE und leiten den Bereich für Theater- und Bühnentechnik sowie Entsorgungstechnik. Wie fühlen Sie sich?

Ich bin angekommen und fühle mich hier ausgesprochen wohl. Meine Entscheidung, die berufliche Laufbahn bei TORWEGGE fortzusetzen, hat sich als absolut richtig erwiesen. Hier habe ich die perfekte Mischung gefunden: einen hochspezialisierten Fachbetrieb, der die Werte eines Familienunternehmens lebt und über viele Jahrzehnte Erfahrung am Markt verfügt, sich über die Jahre seinen großen Pioniergeist aber immer bewahrt hat. Tag für Tag tüfteln wir abteilungsübergreifend an neuen Entwicklungen, um intralogistische Prozesse einfacher und ergonomischer zu gestalten. Deshalb kann ich sagen: Ich habe alles richtig gemacht!

2018 hat TORWEGGE seinen Vertrieb segmentiert und einen eigenen Bereich für Theater-, Bühnen- und Entsorgungstechnik aufgebaut. Was waren die Hintergründe?

In der Theater- und Bühnentechnik sind hauptsächlich Spezialprodukte gefragt. Räder, Rollen und andere Komponenten, die für den Auf- und Abbau von Kulissen gedacht sind, müssen beispielsweise besonders leichtläufig und geräuscharm sein und zudem Licht absorbieren, damit es während der Aufführungen nicht zu ungewünschten Geräuschen oder Reflektionen kommt. Neben diesen gibt es noch viele weitere Anforderungen. Wir sprechen also Kunden mit sehr besonderen Bedürfnissen an. Um diese gezielt bedienen zu können, haben wir diese Sparte vertrieblich von anderen Bereichen abgegrenzt.

Welchen Vorteil haben Kunden davon?

Ich verfüge über knapp 30 Jahre Erfahrung auf den nationalen und internationalen Märkten für Bühnen- und Theater- sowie Entsorgungstechnik. Dadurch bin ich in vielen Netzwerken aktiv, die ich für TORWEGGE zugänglich machen kann. In Gesprächen mit Branchenvertretern entstehen Ideen und Visionen, für die wir in unserer technischen Abteilung individuelle Lösungen erarbeiten. Gemeinsam mit Theatern testen wir unsere Prototypen und lassen das Feedback der Experten in die weitere Entwicklung einfließen. Das Resultat: passgenaue und leistungsfähige Produkte, die ihren besonderen Einsatzgebieten gewachsen sind. Und am Ende profitieren davon unsere Kunden.

Wie unterscheidet sich die Theater- und Bühnentechnik von der Entsorgungstechnik?

Der hauptsächliche Unterschied ist die Art und Weise, wie Produkte eingekauft werden. Theater- und Konzertsäle ordern ihre Produkte in der Regel produktionsbezogen, also dann, wenn sie für Aufführungen gebraucht werden. Für das Erfüllen der Aufträge bleibt uns also nicht viel Zeit, gerade wenn es um Sonderprodukte wie den StageLifter geht, ein pneumatisches Hebesystem mit Triangelroller. Entsorgungstechnik, beispielsweise Räder und Rollen für Müllbehälter, wird hingegen oft in großen Mengen und auf Vorrat bestellt. Der Lieferdruck ist daher nicht ganz so hoch. Aber auch hier können wir kurzfristige Lösungen umsetzen. Aktuell arbeiten wir zum Beispiel an einer Lösung, die Laufgeräusche der Rollen zu reduzieren, da die Lautstärke gerade in Wohngebieten immer wieder zu Problemen führt. Zudem feilen wir an Rollen mit einem besonderen Fußschutz, um Arbeitsschuhe vor Verschleiß zu schützen. Beide Bereiche eint aber, dass sie sehr besondere Produkte erfordern, für deren Herstellung es das entsprechende Know-how braucht.

Welche Kunden sprechen Sie in der Theater- und Bühnentechnik an?

Das sind vor allem Theater, Opernhäuser, Konzert- und Veranstaltungssäle sowie TV-Anstalten. Dort kommen unsere Produkte während der Aufführungen zum Einsatz. Wir haben aber auch direkten Kontakt zu Bühnenbauern und den Werkstätten, die die Projekte umsetzen.

Wer sind Ihre Kunden aus dem Bereich Entsorgungstechnik?

In dieser Sparte bedienen wir primär private Entsorgungsunternehmen und kommunale Stadtreinigungsfirmen.

Wie hat sich das Portfolio in den beiden Segmenten in den vergangenen zwei Jahren verändert?

Vor allem im Bereich Bühnentechnik haben wir unser Produktsortiment massiv ausgebaut. Wir haben zahlreiche neue Bühnenrollen, Scharniere, Beschläge und Schienensysteme in unseren Katalog aufgenommen. Bewährte Produkte entwickeln wir stets weiter. Aktuell bauen wir zudem einen eigenen Bereich für Hand- und Elektroseilwinden mit Theaterzulassung auf.

Gemessen an der Nachfrage: Welches sind die Top-Produkte aus den Bereichen?

In der Theatertechnik sind das vor allem Bühnenrollen, die ständig und überall in verschiedenen Facetten gebraucht werden. Dazu kommen Triangel, Kulissenscharniere und StageLifter. Im Bereich Entsorgungstechnik sind unsere Topseller Räder für Müllbehälter. Denn die hat schließlich jeder von uns vor der Tür stehen.

Haben Sie ganz persönliche Lieblingsprodukte?

Mein absolutes Lieblingsprodukt ist der neue Berliner Triangelroller. Dank unserer neusten Weiterentwicklung ist sein Störkreis bei gleicher Radgröße wesentlich geringer als zuvor. Damit eignet er sich noch besser für den Aufbau besonders schmaler Bühnenteile. Zudem bietet der Triangelroller die Grundlage für unseren StageLifter: Ergänzt um ein pneumatisches System, das mit Druckluft betrieben wird, können ganze Bühnenteile um bis zu vier Zentimeter angehoben und so kinderleicht bewegt werden.

Welche Ziele haben Sie für das Segment?

Gemeinsam mit meinem Team möchte ich unsere Marktposition festigen. Wir wollen im Laufe der Jahre Marktführer werden.