Fahrerloses Transportsystem im Einsatz

Arbeitsprozesse beschleunigen und Mitarbeiter entlasten – genau dafür haben wir unser Fahrerloses Transportsystem (FTS) TORsten konzipiert. Mit ihm haben wir ein kleines, aber wendiges Fahrzeug entwickelt, das nicht nur bis zu sieben Tonnen schwere Güter durch riesige Produktions- und Logistikhallen transportiert, sondern auch autonom navigiert. Anders als andere FTS besitzt TORsten eine eigene Sensorik und ist nicht an ei-ne induktive oder optische Spurführung gebunden. Dadurch kann er sich an jede Umgebung anpassen und ist multifunktional einsetzbar.

Vanessa Dumke
06.11.18
Lesezeit 9 Min.

Ganz gleich, ob bei der Produktion oder im Lager, unser fahrerloses Transportsystem TORsten ist in allen Intralogistikbereichen einsetzbar: Beim Bau von Windkraftanlagen, in der Automobilindustrie, beim Bestücken von Palletten in der Lebensmittelindustrie, in Druckereien oder beim Transport sortierter Briefe zur Verladerampe in Verteilzentren von KEP-Dienstleistern.

Einsatz im innerbetrieblichen Transport und der Kommissionierung

Ein möglicher Anwendungsbereich von TORsten ist der innerbetriebliche Transport vom Wareneingang ins Lager. Das fahrerlose Transportsystem übernimmt dabei die Verteilung von Waren auf ihre Lagerplätze. Bevor TORsten loslegen kann, wird der zu befahrende Raum kartiert und verschiedene Endpunkte darauf definiert. Um den Transportauftrag zu erfüllen, erhält das FTS Informationen über die Endpunkte, die es ansteuern soll. Daraufhin erstellt es selbstständig die kürzeste Route durch das Lager. Wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig im Einsatz sind, stimmen sie sich untereinander ab.

Auch bei der Ware-zu-Mensch-Kommissionierung kann TORsten helfen, zum Beispiel in der Montage. In der Automobilindustrie können durch TORsten einzelne Autoteile aus dem Lager auf dem effizientesten Weg zur Endmontage gebracht werden. Auf diese Weise versorgt das Fahrzeug jeden Monteur mit den Teilen, die er in die Karosserie einbaut. Eine andere Möglichkeit besteht darin, das fahrerlose Transportsystem mit einer kompletten Karosserie zu beladen und es entlang einer Montageplatzreihe fahren zu lassen. An den einzelnen Stationen bauen Arbeiter dann die unterschiedlichen Teile in das Auto ein.

Fahrerloses Transportsystem erleichtert die Arbeit

Wo immer TORsten eingesetzt wird, gibt es verschiedene Möglichkeiten, ihn zu beladen: Zum einen kann TORsten eine Transportplattform unterfahren, auf der sich die Ware befindet, die er dann ins Lager bringt. Zum anderen kann das fahrerlose Transportsystem auch an Rollbahnen andocken, über die es anschließend beladen wird.

Im Lager sowie bei der Ware-zu-Mensch-Kommissionierung ist TORsten eine Arbeitserleichterung für die Fachkräfte. Ohne ihn müssten sie selbst durch das Lager laufen, um die Ware zu verteilen oder zusammenzusuchen. Das FTS ist deichsellos konstruiert, sodass Monteure sich bei der Arbeit, anders als bei anderen Niederflurgeräten, nicht um das Bauteil bewegen müssen, um daran zu arbeiten.

Leistungsstarkes Fahrerloses Transportsystem

Da TORsten klein und wendig ist, kann er problemlos in Bereichen eingesetzt werden, die ein Gabelstapler aufgrund seiner Länge nicht erreichen kann. Das Fahrerlose Transportsystem erfüllt somit auch auf engstem Raum seinen Zweck und bietet mit einer Größe von 1285x835 Millimetern eine platzsparende Lösung für die Intralogistik. Je nach Ausführung transportiert TORsten zwischen 1,2 und 7 Tonnen schwere Lasten mit einer Höchstgeschwindigkeit von 1,5 Meter pro Sekunde. Darüber hinaus befördert er dank unterschiedlicher Aufbauten verschiedenste Arten von Gütern. Das FTS besitzt zudem eine eingebaute Sensorik, durch die es frühzeitig Hindernisse erkennt und Zusammenstöße vermeidet. Auf diese Weise lassen sich mit TORsten intelligente und interaktive Arbeitsbereiche aufbauen, in denen Mensch und Maschine kooperativ ihre täglichen Aufgaben erledigen.

Wir entwickeln das fahrerlose Transportsystem kontinuierlich weiter. Derzeit arbeiteten wir daran, auch Roboterarme über TORsten zu steuern. Perspektivisch wird es also möglich sein, dass er Ware auch eigenständig in Regale legen kann oder pickt.