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Was ist eigentlich Handhabungstechnik?

Im Hause TORWEGGE wird viel über Handhabungstechnik gesprochen. Während unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie selbstverständlich mit diesem Begriff jonglieren, mag sich ein Außenstehender damit möglicherweise etwas schwerer tun. Wir übersetzen hier einmal das Fachchinesisch und verraten, was hinter dem recht abstrakten Wort Handhabungstechnik steckt.

26.03.2021
von Vanessa Dumke
Lesezeit: ca. 4 Min.

 

Innerhalb der Fertigung und Montage ist die Handhabungstechnik ein wichtiger und klar definierter Baustein. Seit 1982 (letzte Aktualisierung 1990) beschreibt die VDI-Richtlinie 2860, was damit gemeint ist. Die Tätigkeit des Handhabens, die diese Technik unterstützt, wird damit genau erklärt und von anderen Tätigkeiten in Montage und Fertigung abgegrenzt. Auf der Grundlage lässt sich dann auch die Technik selbst präzise definieren.

Definition Handhabung

Fangen wir vorne an: Was versteht man unter Handhabung?

Die VDI-Richtlinie ist abstrakt. Wörtlich steht darin, Handhabung ist „das Schaffen, definiertes Verändern, vorübergehendes Aufrechterhalten einer räumlich vorgegebenen räumlichen Anordnung von geometrisch bestimmten Körpern in einem Bezugskoordinatensystem. (…)“ Weiter heißt es, dass dies folgende Tätigkeiten umfasst: „Speichern (Halten von Mengen), Mengen verändern, Bewegen (Schaffen und Verändern einer definierten räumlichen Anordnung), Sichern (Aufrechterhalten einer definierten räumlichen Anordnung), Kontrollieren.“

Einfacher ausgedrückt meint dies die Bewegung von Gütern an einer Fertigungseinheit oder von einer Fertigungsinsel zu anderen. Handhabung ist damit ein Prozess innerhalb des Materialflusses in Produktionsbetrieben.

Definition Handhabungstechnik

Demzufolge umfasst Handhabungstechnik Materialflusslösungen, die für die Beförderung von Gütern zwischen Fertigungseinheiten eingesetzt werden. Dabei kann es sich um einzelne Montageteile oder fertige Produkte handeln, die den Fertigungseinheiten zu- oder abgeführt werden. An einem Montageplatz selbst kann Handhabungstechnik zudem beispielsweise zum Drehen oder Anheben von Fertigungsstücken zum Einsatz kommen.

Beispiele:

  • Balancer vereinfachen das Heben schwerer Lasten.
  • Dreheinrichtungen.
  • Hubtische werden zum Höhenausgleich wie bei der Übergabe von Werkstücken von einer Ebene auf eine andere verwendet.
  • Manipulatoren (manuell steuerbar) und Teleoperatoren (ferngesteuert) helfen beim Manövrieren – beispielsweise Greifen oder Rotieren – schwerer und/oder heißer Werkstücke
  • Messtechnik erfasst die Maße und/oder das Volumen von Teilen und überträgt diese in der Regel automatisch ans ERP-System.

Eine Auswahl an Lösungen finden Sie in unserem Webshop. Wir liefern Ihnen aus einer Hand ganzheitliche Lösungen, die die Arbeit in Produktion und Montage und ergonomischer gestalten. Wenn Sie Hilfe bei der Wahl der passenden Handhabungstechnik oder Beratung zur ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung benötigen, treten Sie mit unserem Kundenservice in Kontakt: +49 (0)521 93417-0

Nutzen von Handhabungstechnik

Komponenten und Systeme wie diese entlasten die Menschen, die in der Produktion arbeiten. So können sie  sich stärker auf die Montage konzentrieren, anstatt noch zusätzlich den Materialfluss regeln zu müssen.

Handhabungstechnik steigert aber nicht nur die Effizienz von Produktionsprozessen. Auch der Gesundheit von Beschäftigten kommt sie zugute: Wenn Lasten nicht durch menschliche Kräfte bewegt werden, ist die körperliche Belastung von Montagetätigkeiten geringer. Weitere Entlastung ergibt sich, wenn die Handhabungstechnik der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung dient, also beispielsweise Höhenanpassungen von Montagetischen und Fördersystemen möglich sind.