Schadstofffreie Räder unter 70 Prozent aller Rollcarts

Bis zu 400 Rollen verarbeiten die Mitarbeiter der Firma Gabriel täglich. Sie schrauben sie händisch an Tisch- und Kommissionierwagen, Palettenfahrzeuge oder Tische für die Gastronomie. Wichtig ist es dem Unternehmen, dass die Materialien keine gesundheitsschädlichen Stoffe beinhalten. Rollen bezieht es aus diesem Grund überwiegend bei uns. Denn wir verkaufen mit unserer STPK-Radserie vollkommen schadstofffreie Gummiräder. Sieben von zehn verbauten Rädern für 70 Prozent aller Gabriel-Transportgeräte stammen aus unserer Serie. In erster Linie übernimmt der Hersteller von handgeführten Transportsystemen damit Verantwortung für seine Mitarbeiter und Kunden, die mit den Rollen in Berührung kommen. Dass die neue Radserie auch der Funktionalität der Rollen zugutekommt, ist ein positiver Nebeneffekt.

Vanessa Dumke
29.01.19
Lesezeit 6 Min.

Die Gabriel Transportsysteme GmbH produziert und vertreibt handgeführte Transportgeräte, die unter dem Markennamen Rollcart bekannt sind. Dabei handelt es sich um Rollwagen, die in verschiedenen Branchen zum Einsatz kommen: von der Industrie über die Gastronomie bis hin zu sozialen Einrichtungen wie Schulen oder Kindergärten. Produktionsbetriebe bewegen damit zum Teil schwere Eisen- und Stahlteile, Restaurants Geschirr und Schulen Bücher. Entsprechend vielseitig sind die Anforderungen an die Transportgeräte im Hinblick auf Größe, Tragkraft und Leichtgängigkeit. Die beiden letztgenannten Aspekte werden unter anderem durch die Rollen beeinflusst. Ihre Größe und ihr Material sind entscheidend dafür, welche Lasten die Wagen aushalten und wie einfach sie sich (an-)schieben lassen.

580 verschiedene Rädersorten verbaut die Firma Gabriel. Bei vielen Herstellern sind Gummiräder zwar funktional, enthalten aber sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese sind giftig, gelten als krebserregend und können das Erbgut verändern, Hautentzündungen hervorrufen sowie die Atemwege schädigen. Daher wird ihr Vorkommen in der EU reguliert. Zum Schutz der eigenen Mitarbeiter und der Kunden, hat das Unternehmen beschlossen, keine gesundheitsbedenklichen Räder mehr in der Produktion zu verwenden.

Seit fast zwei Jahren verzichtet die Firma Gabriel auf PAK-haltige Materialien. Sieben von zehn Rädern unter den Rollcarts sind heute hundertprozentig schadstofffreie STPK-Räder aus unserem Sortiment. Wir geben uns nicht mit Gummirädern mit reduziertem PAK-Gehalt zufrieden. Deswegen haben wir die STPK-Radserie entwickelt: optisch ein Standard Vollgummirad, doch komplett aus thermo-plastischen Elastomeren auf Kunststofffelge. Dieses Material ist gesundheitlich unbedenklich und wird auch für die Herstellung von Kinderspielzeug verwendet.

Verantwortungsbewusste Entscheidung für STPK-Rollen

Für die Firma Gabriel kamen die schadstofffreien Produkte wie gerufen. Laut Markus Pilz, Einkaufsleitung bei der Firma Gabriel, habe man nur auf eine schadstofffreie Alternative zu den bis Ende 2015 verwendeten Rollen mit niedrigem PAK-Gehalt gewartet. „Wir tragen eine Verantwortung für unsere Mitarbeiter, die täglich mit den Materialien hantieren. Als die STPK-Radserie auf den Markt kam, haben wir uns sofort für den Austausch unserer Rollen entschieden“, sagt Pilz. Da die Rollen von Hand kommissioniert und an die Transportwagen geschraubt werden, kommen die Mitarbeiter in der Produktion täglich mit ihnen in Berührung. Und das sieben Stunden lang. Gesundheitsschädlich waren die alten Rollen zwar nicht, dafür war der PAK-Gehalt zu niedrig. Dennoch dünsteten sie einen künstlichen Geruch aus, der das ganze Rollenlager erfüllte. „TORWEGGE hat es uns ermöglicht, die gesundheitliche Belastung am Arbeitsplatz zu minimieren und die Arbeitsumgebung deutlich zu verbessern“, sagt Pilz. Seine Kollegen in der Produktion arbeiten mittlerweile ohne Handschuhe in einer geruchsneutralen Umgebung.

Nicht nur die Mitarbeiter profitieren von der neuen Rad-Serie. Auch Verbraucher können sich darüber freuen, dass rund 70 Prozent der Transportgeräte der Firma Gabriel mit STPK-Rollen bestückt sind. „Wir liefern unsere Rollwagen zum Beispiel an Kindergärten. Wenn ein Kind mit dem Rad in Berührung kommt, müssen die Erzieher sich nun nicht mehr um die Gesundheit ihres Schützlings sorgen“, sagt Pilz. Dass Nachhaltigkeit in der Gesellschaft an Bedeutung gewinnt, spiegelt sich auch hier wider. Die Reaktion der Kunden auf den weitgehenden Verzicht auf PAK-Räder sei durchweg positiv, berichtet Pilz.

Technische Funktionalität der schadstofffreien Rollen gewährleistet

Auch funktional haben die Rollen einiges zu bieten, lobt Pilz. Der Rollwiderstand ist geringer als bei Standard-Vollgummirädern, auch beim Anfahren. Dank des Kugellagers lassen sich sogar schwere Lasten mühelos transportieren. Die Firma Gabriel verwendet standardmäßig Räder mit 125 und 200 Millimetern Durchmesser. Das 125-Millimeter-Rad hat eine Traglast von 105 Kilogramm, während das 200-Millimeter-Rad 205 Kilogramm bewegen kann. Darüber hinaus produzieren wir STPK-Räder in den Größen 80, 100, 160, 250 und 400 Millimeter, auf Wunsch in allen RAL-Farben. Die Firma Gabriel verwendet sie überwiegend in Grau-Blau. Trotz der dunklen Farbe hinterlassen die Räder keine Spuren auf dem Boden und sind daher auch in Sporthallen bedenkenlos einsetzbar. Außerdem sind sie leicht zu reinigen und rostfrei.

Ein weiterer Vorteil, mit dem wir die Firma Gabriel von uns überzeugt haben, ist unser Kundenservice: „Die Mitarbeiter agieren außerordentlich verlässlich und flexibel, selbst wenn die Anfrage schnell bearbeitet werden muss“, berichtet Pilz. Weder die Anfertigung von Sonderrollen für spezielle Transportwagen, noch kurzfristige Aufträge habe den Lieferanten jemals vor Probleme gestellt. Zudem berate unser Team stets kompetent, wenn eine Lösung für spezieller Kundenwünsche erforderlich sei. „Man merkt einfach, dass TORWEGGE dieselbe Philosophie hat wie wir: im Sinne des Kunden verantwortungsbewusst agieren“, sagt Pilz.