Neues Jahr, neue Chancen: Was 2021 in der Intralogistik zu erwarten ist

Selten wurden so hohe Erwartungen an ein neues Jahr gehegt, wie an 2021. TORWEGGE-Geschäftsführer Uwe Eschment erzählt im Interview, mit welchen Trends und Entwicklungen in der Intralogistikbranche er in den kommenden zwölf Monaten rechnet.

07.01.2021
von Vanessa Dumke
Lesezeit: ca. 3 Min.

Endlich ist 2020 Geschichte. Doch was hält das neue Jahr für uns und unsere Branche bereit? Gemeinsam mit unserem Geschäftsführer Uwe Eschment werfen wir einen Blick voraus, was die nächsten zwölf Monate in der Intralogistik ansteht.

Herr Eschment, kurz und knapp: Wie wird das Jahr 2021?

Das Jahr 2021 wird zunächst noch geprägt sein durch die COVID-19-Pandemie. Ich gehe aber davon aus, dass sich die Lage mit zunehmender Impfmenge und größer werdender Herdenimmunität im Laufe des zweiten Halbjahres deutlich verbessern wird. Auch die Automobilindustrie wird wegen der politisch geforderten E-Mobilität ihre Produktionsstätten umgestalten müssen oder gar neue Standorte schaffen. Das wird sich auch auf den Zuliefermarkt auswirken.

Die Bereiche der Lebensmittelindustrie und des nachgelagerten Handels sowie der Onlinehandel sind die Profiteure der Pandemie, aber auch die Bauindustrie hat weiterhin eine gute Konjunktur.

Wir alle hoffen darauf, dass 2021 nicht mehr so stark unter dem Einfluss von Corona stehen wird. Nach der wirtschaftlichen Delle erwarte ich eine verstärkte Nachfrage und eine Vielzahl von interessanten Projekten, sowohl im Bereich Räder und Rollen als auch in der Fördertechnik, beziehungsweise Intralogistik.

Welche (Intra)logistiktrends sind 2021 zu erwarten?

Ich gehe davon aus, dass sich flexibel anpassende Lager weiterhin auf dem Vormarsch befinden werden.  Diese Flexibilität der Lager kann durch verschiedene Komponenten erreicht werden: optimierte Warehouse Management Systeme (WHM, Anm. d. Red.), den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, die Weiterentwicklung der Kommissioniertechnologien sowie die verstärkte Nutzung autonomer mobiler Roboter (AMR, Anm. d. Red.) und autonomer Fahrzeuge (AGV, Anm. d. Red.). Darüber hinaus wird der Wunsch nach Nachhaltigkeit und Green Logistics zu weiteren Prozessoptimierungen und zur Reduzierung der Retourenquoten führen. Außerdem wird der Workflow entlang der gesamten Supply Chain digitaler.

(Wie) Verändert sich die Arbeitswelt in der Intralogistik?

Ja, das tut sie. Wie zuvor schon erwähnt, wird weiter an der Optimierung der WHM-Systeme gearbeitet und auch dem Trend zur digitalen Prozessoptimierung wird weiter nachgegangen.

Welche Pläne hat TORWEGGE für das kommende Jahr?

Unser Unternehmen ist Lieferant von Rädern und Rollen, Tragrollen und Fördertechnikprodukten in fast alle Wirtschaftsbereiche – egal, ob Handwerk, Mittelstand oder Industrie – und deshalb breit aufgestellt. Wir halten es wie Dalai Lama und haben uns entschieden, optimistisch zu sein. Das fühlt sich besser an. Unser Ziel ist es, in 2021 die Planzahlen aus 2020 zu erreichen.

Stehen irgendwelche fixen Termine an (vorbehaltlich coronabedingter Änderungen)?

Wir haben die LogiMat fest eingeplant und hoffen, dass wir in diesem Jahr wieder auf einer realen Messe präsent sein dürfen.