Instandhaltung: Vier gute Gründe für Prävention

Häufig laufen Maschinen in Produktionsbetrieben rund um die Uhr auf Hochtouren. Ein Ausfall ist teuer. Um den zu verhindern, sollte das Thema Instandhaltung Priorität haben. Nicht erst reagieren, wenn eine Störung vorliegt, lautet der Tipp. Wer seine Anlagen regelmäßig inspiziert und wartet, verlängert ihr Leben und verbessert ihre Leistung. Und wenn es Bruchstellen gibt, werden sie in der Regel erkannt und repariert, bevor sie zu großen Produktionseinbußen führen.

Vanessa Dumke
28.08.20
Lesezeit 3 Min.

Instandhaltung kostet unnötig Zeit, denkt im produzierenden Gewerbe so mancher. Wichtig ist, dass die Maschinen laufen. Denn je mehr gefertigte Teile vom Band laufen, desto höher ist potenziell der Gewinn. Diese Rechnung geht aber nur dann, solange alle Systeme einwandfrei funktionieren. Doch was, wenn der Materialfluss unerwartet stockt? Wer seine Anlagen regelmäßig wartet, optimiert ihre Nutzungsdauer. Auf diese Weise lassen sich Störfaktoren frühzeitig erkennen und beheben.

Die Vorteile von Instandhaltung auf einen Blick:

  • Reduzierung von Reparaturkosten, weil Bruchstellen an einzelnen Teilen erkannt werden, bevor sie größere Schäden an den Systemen verursachen
  • Verlängern der Lebensdauer von Anlagen
  • Verringern des Risikos eines Produktionsausfalls
  • Erhöhen der Arbeitssicherheit

Vorbeugende Instandhaltung vs. korrektive Instandhaltung

Gemäß der DIN-Normen 13306 und 31051 ist Instandhaltung die Kombination aller Maßnahmen zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Funktionstüchtigkeit einer Maschine oder einer Anlage. Die Maßnahmen umfassen Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung. Es gibt zwei Arten der Instandhaltung:

  • Vorbeugende Instandhaltung: Sie findet in festgelegten Intervallen statt und reduziert die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls oder einer eingeschränkten Funktionalität. Planbarkeit und eine höhere Anlagenverfügbarkeit sind die beiden großen Vorteile. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Inspektion eines Autos beim TÜV.
  • Korrektive Instandhaltung: Sie ist notwendig, wenn bereits Fehler aufgefallen sind und behoben werden müssen. Die Nachteile sind, dass die Maßnahme nicht planbar ist und die Ausfallzeit lang sein kann, wenn beispielswese Ersatzteile nicht vorrätig sind.

Wie vorbeugende Instandhaltung Reparaturkosten senkt

Ein unerkannter lokaler Defekt an einer Anlage kann im schlimmsten Fall auch andere Stellen des Systems beeinträchtigen und somit größeren Schaden anrichten. Diese zu reparieren, ist kostspieliger, als nur das Ursprungsproblem zu beheben. Ziel der vorbeugenden Instandhaltung ist es daher, Fehlerquellen früh zu erkennen und dies zu verhindern. Durch Wartungsarbeiten in festgelegten Intervallen lassen sich also teure korrektive Maßnahmen vermeiden. Zudem können die Kosten besser kalkuliert werden.

Wie vorbeugende Instandhaltung die Lebensdauer von Anlagen erhöht

Fehler in der Infrastruktur, Alterungseffekte, Spontanausfälle, Überlastungen, Fehlbedienungen sowie Material- und Konstruktionsfehler können sich langfristig negativ auf die Funktionalität von Produktions- und Materialflusssystemen auswirken. Werden sie früh erkannt und die Ursachen behoben, bleiben Folgeschäden aus. Das kommt der Lebensdauer der Anlagen zugute.

Wie vorbeugende Instandhaltung das Risiko eines Produktausfalls minimiert

Damit einher geht die Minimierung des Risikos von Produktionsausfällen. Sind Systeme in einem guten Zustand, laufen sie zuverlässig und liefern den gewünschten Output.

Wie vorbeugende Instandhaltung die Arbeitssicherheit erhöht

Auch beim Thema Sicherheit und Gesundheit der Angestellten spielt regelmäßige Instandhaltung eine wichtige Rolle. Das Unternehmen muss seinen Beschäftigten sichere Arbeitsmittel zur Verfügung stellen. Regelmäßige Inspektionen und sicherheitstechnische Prüfungen fördern die Arbeitssicherheit. In vielen Bereichen gelten sogenannte Sicherheitsvorschriften und eine Instandhaltungspflicht.