Search Site
Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Ihr Einkaufswagen ist leer.

Technischer Ratgeber TORWEGGE

Räder

Räder haben je nach Aufbau sehr unterschiedliche Laufeigenschaften, Rollwiderstände und Tragfähigkeiten. Sie bestehen imWesentlichen aus den Einzelkomponenten wie Bandage/ Laufbelag oder Reifen, einer Felge bzw. Radkörper und einer Lagerung. Die unterschiedlichen Laufbeläge und Felgen verleihen dem Rad eine Vielfalt von Eigenschaften. Auch die Art der Lagerung beeinflusst die Eigenschaften wie Tragfähigkeit, Laufeigenschaft und Rollwiderstand eines Rades.

T1 = Nabenlänge
T2 = Radbreite
D = Rad-Ø
d = Achsloch-Ø

Grundlagen Rad

Lagerung

Gleitlager: Einfache, weitgehend
wartungsfreie und stoßunempfindliche
Lagerung. Bei Rädern aus Polyamid oder
Guss finden keine zusätzlichen Lagerbuchsen
Verwendung, da diese Werkstoffe
gute Gleiteigenschaften besitzen.

Rollenlager: Robuste, widerstandsfähige,
weitgehend wartungsfreie Lagerung.
Das meist verwendete Lager für
Geräte mit geringer Geschwindigkeit.
Besitzt einen geringen Rollwiderstand.

Kugellager: Leichter Lauf auch bei
größeren Belastungen und Geschwindigkeiten,
für ununterbrochenen Einsatz.
Kugellager finden hauptsächlich in
technisch anspruchsvollen Geräterollen
Anwendung.

 

 

Bestimmungsfaktoren für die Wahl von Rädern und Rollen

1. Bereifung
Der Bereifung kommt bei der Wahl des richtigen Rades bzw. der Rolle eine entscheidende Bedeutung zu, denn von ihr hängen die Tragfähigkeit und der Rollwiderstand ab. Aus diesem Grund sind die Räder und Rollen in unserem Katalog nach der Bereifung als Hauptkriterium für die Auswahl gegliedert.

2. Betriebsverhältnisse
Beschaffenheit der Fahrwege
Die Beschaffenheit der Fahrwege bestimmt die Reifenqualität und den Raddurchmesser. Es ist zweckmäßig, z. B. bei unebenen Böden einen elastischen Reifen mit großem Durchmesser zu wählen.

Die Lebensdauer und die Funktionsfähigkeit eines Rades bzw. einer Rolle sind u.a. davon abhängig, inwieweit die verwendeten Werkstoffe oder ihre Oberflächenveredelungen den Einwirkungen durch Korrosion, Temperatur und chemische Stoffe standhalten können.

Korrosionsbeständigkeit
Ohne Schutzschicht haben Stähle, die üblicherweise in der Räder- und Rollenherstellung eingesetzt werden, gegenüber einer feuchten Umgebung kaum Widerstandskraft. Durch die Entstehung von Korrosion wird der Stahl langsam zerstört. Die Oberflächen der Räder und Rollenbauteile werden aus diesem Grund mit einer Schutzschicht versehen.

Neben der jeweiligen Beständigkeit der verschiedenen Oberflächenveredelungen muss auch berücksichtigt werden, dass diese Schutzschichten durch mechanische Einwirkungen beschädigt und somit in ihrer Wirkung beeinträchtigt werden können.

Durch Lackierung geschützte Teile verlieren bei Beschädigung der Lackschicht ihren Korrosionsschutz. Dabei unterwandert der Rost auch die noch intakte Lackschicht, die sich unmittelbar an der beschädigten Stelle befindet. Bei kleineren Beschädigungen haben verzinkte Schichten den Vorteil, dass der Werkstoff Zink in der Lage ist, Korrosionsschutz zu leisten. Da in diesem Grenzbereich Zink-Stahl das Element Zink infolge elektrochemischer Vorgänge bevorzugt korrodiert, rostet die blanke Stelle nicht.

Die verzinkten Einzelteile werden einer chemischen Zusatzbehandlung unterzogen, die Chromatieren genannt wird.

Hierbei wird zwischen Blau- und Gelbchromatierung unterschieden, wobei die Gelbchromatierung einen noch größeren Schutz gegen Feuchtigkeit darstellt als die Blauchromatierung.

Edelstähle haben ein bekannt gutes Korrosionsverhalten. Der vorwiegend verwendete Werkstoff (1.4301/AISI 304) ist ein 18-prozentiger Chromnickelstahl.

Chemische Beständigkeit
Die chemische Beständigkeit einer Rolle muss besonders in solchen Fällen beachtet werden, in denen agressive Medien in unmittelbaren Kontakt mit den Bauteilen der Rolle kommen. Auf den folgenden Seiten wird die chemische Beständigkeit einiger Werkstoffe für Laufbeläge (Bereifungen) und Radkörper gegenüber chemischen Substanzen aufgelistet.

Die Angaben in unseren Tabellen dienen ausschließlich der Orientierung. Zu beachten ist, dass die chemische Beständigkeit nicht nur von der Art der angreifenden Substanz, sondern auch von deren Konzentration und der Kontaktdauer sowie von weiteren Umgebungsbedingungen, wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit, abhängig ist. Im Zweifelsfalle empfehlen wir Ihnen, mit uns Rücksprache zu nehmen.

Achtung: Gemische von Chemikalien können völlig andere Auswirkungen haben, als in der Tabelle aufgeführt. Eine Rechtsverbindlichkeit ist ausgeschlossen.

Temperaturbeständigkeit
Die Funktionsfähigkeit eines Rades bzw. einer Rolle hängt auch von der Temperatureinwirkung ab. Die relevante Temperatur für den Laufbelag ergibt sich aus dem Zusammenwirken von Umgebungstemperatur und der durch Walken verursachten Wärme.

Werden Räder oder Felgen bzw. Radkörper aus Kunststoff eingesetzt, so sind die Temperatureinflüsse bei der Auswahl des Werkstoffes und des geeigneten Lagers zu berücksichtigen; z. B. verringern sich Tragfähigkeit und Stabilität unter Kälte- bzw. Hitzeeinwirkung.

Belastbarkeit und Lebensdauer von Laufbelägen nehmen bei höheren Temperaturen deutlich ab, deshalb wurden spezielle Laufbeläge und Radwerkstoffe entwickelt, die auch bei höheren Temperaturen eingesetzt werden können.

3. Tragfähigkeit
Bei der Bestimmung der Tragfähigkeit für das auszuwählende Laufzeug empfehlen wir nach folgender Formel zu verfahren: Gesamtgewicht des Gerätes (= Eigengewicht + Zuladung) dividiert durch 3, denn häufig stehen bei unebenen Böden nur drei von vier Rädern auf. Zudem können durch Überfahren von Hindernissen kurzzeitig Überlastungen auftreten.

Die im Katalog angegebenen Tragfähigkeiten für Räder und Rollen sind gültig für Fahrgeschwindigkeiten bis zu 4 km/h auf ebenen, glatten Böden bei einer Umgebungstemperatur von 10° C–30° C.

Alle Abmessungen, Tragfähigkeiten, Toleranzen sowie Rundlaufgenauigkeiten entsprechen folgenden Normen: EN 12527 – 12533, DIN 7845.

Bitte beachten Sie außerdem die Unterlassungssymbole.

Es gelten die Tragfähigkeiten bei Schrittgeschwindigkeit von 4 km/h auf ebenen Fahrwegen. Im Katalog angegebene Tragfähigkeiten für Rollen und Räder sind Werte bei statischer Last.

Bei dynamischer Last (Fahrlast) muss je nach Bodenbeschaffenheit bis zu 30 % in Abzug gebracht werden. Einsatz von Zuggeräten nur nach Rücksprache mit dem Hersteller.

4. Einsatzart und Dauer
Die Einsatzart und -dauer von Rad und Rolle bestimmt die Wahl des Lagers. Bei Radlagern sind zu unterscheiden: Gleitlager, Rollenlager, Kugellager.

5. Anfahr- und Rollwiderstand
Der Anfahr- und Rollwiderstand wird bestimmt durch die Kraft, ein Fahrzeug fortzubewegen. Diese Widerstände sind abhängig vom Reifenmaterial, dem Raddurchmesser, der Fahrwegbeschaffenheit, dem Lagerelement und der Belastung.

Je größer der Raddurchmesser, um so geringer der Rollwiderstand. Räder mit Polyamid- und Polyurethan-Laufflächen erzielen auf ebenen Böden den geringsten Anfahr- und Rollwiderstand.

6. Technischer Hinweis
Technische Änderungen behalten wir uns vor.

 

 

 

Begrifflichkeiten

Lenkrolle


 

Lenkrolle mit Platte

Bezeichnungen
1 = Anschraubplatte
2 = Lenkgabel
3 = Rad
4 = Radachse

Maße
H = Gesamthöhe/Bauhöhe
F = Ausladung
A,B = Plattenabmessung
a,b = Schraublochentfernungen
d = Schraublochdurchmesser

Rollen
Unter Rollen versteht man in der Regel nicht angetriebene Bauteile, die aus mindestens einem Rad und einem Gehäuse bestehen. Bei dem Begriff Rollen unterscheidet man zum einen in Lenkrollen und zum anderen in Bockrollen. Lenkrollen ermöglichen einen stetigen Richtungswechsel durch die im Gehäuse eingearbeitete Lagerung.

Des weiteren können Lenkrollen mit einem Feststeller versehen werden, der Radbewegung, Schwenkbewegung oder beides gleichzeitig arritieren kann. Bockrollen dagegen zeichnen sich durch Ihre Richtungsstabilität aus und sind somit nicht schwenkbar.

Rückenlochrolle

Rückenloch-Lenkrolle

Bezeichnungen
1 = Rückenloch
2 = Lenkgabel
3 = Rad
4 = Radachse

Maße
H = Gesamthöhe/Bauhöhe
F = Ausladung
A = Plattendurchmesser
d = Rückenlochdurchmesser

Lenkrollen
Lenkrollen können mit Feststelleinrichtungen versehen werden, mit deren Hilfe

  • die Drehbewegung des Rades (Radfeststeller)
  • die Drehbewegung des Rades und die Schwenkbewegung der Gabel (Rad- und Drehkranzfeststeller)
  • die Schwenkbewegung der Gabel (Richtungsfeststeller)

blockiert werden können.

Als Befestigungselemente haben sich im wesentlichen Anschraubplatten, Stahleinsteckzapfen für Rohre sowie Befestigung mittels Schraube über ein Rückenloch im Lenkgehäuse bewährt.

Bockrolle

Bockrolle

Bezeichnungen
1 = Bockgehäuse
2 = Rad
3 = Radachse

Maße
H = Gesamthöhe/Bauhöhe
A,B = Plattenabmessung
a,b = Schraublochentfernungen
d = Schraublochdurchmesser

Bockrollen
Bockrollen sind nicht schwenkbar und geben Maschinen, Geräten etc. die Richtungsstabilität. Als Befestigungselemente haben sich grundsätzlich Anschraubplatten-Befestigungen bewährt.